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Leopold Rasmus Kneck – genannt Leo – ist ein verstorbener Chemiefabrikant und der Vater von Friedemann Kneck.

BiographieBearbeiten

Aus dem Krieg, in dem er neunmal verwundet worden war, ist Leopold Rasmus Kneck als "halber Mensch" zurückgekehrt, da er ein Auge, einen Arm und ein Bein verloren hatte. Nichts desto trotz hat er im Nachkriegsdeutschland in nur acht Jahren erfolgreich seinen Betrieb – die "Kneck Giftchemie" aufgebaut, die Pestizide, Herbizide und andere gefährliche Gifte produzierte und die ihn und seine Frau Adelheid sehr reich machte.

Er und seine Adelheid hatten ein einziges Kind – ihren Sohn Friedemann – auch wenn sie sich eigentlich eine Tochter gewünscht hatten, die "Friederike" hätte heißen sollen. Als Namen für den Sohn hatte Leopold eigendlich "Karl-Kersten" vorgesehen gehabt, sich damit jedoch nicht gegen die Namenswahl seiner Frau durchsetzen können, mit der er vor 44 Jahren deshalb heftig gestritten hatte. Obwohl der Sohn sich in seinen Augen als totaler Versager entpuppte, ließ er ihn Chemie studieren und wollte, dass Friedemann nach seinem Tod einmal den väterlichen Betrieb übernehmen sollte.

Mit den Giften, die in seiner Fabrik hergestellt wurden, ging Leopold Rasmus Kneck sehr unbekümmert um. Als gesetzliche Einschränkungen und Auflagen in Folge gestiegenen Umweltbewusstseins ihm die Fabrikation seiner Ungeziefervernichtungs- und Pflanzenschutzmittel zunehmend erschwerten und der Verkauf vieler seiner Produkte verboten wurde, überlegte der Chemiefabrikant, die Produktion auf Zahnpaste umzustellen. Hierzu kam es in Folge seines Todes jedoch nicht mehr. Er beauftragte außerdem seinen Werksfahrer Guntram Finkenaas damit, neun Fässer hochgiftiges Tetrachlorbenzodioxin, die als Grundstoff zur Herstellung anderer Gifte gedient hatte und nun nicht mehr verwendet werden durfte, illegal zu entsorgen. Dieser hegte allerdings insgeheim einen Groll gegen seinen Arbeitgeber und vergrub deshalb heimlich fünf der Fässer unter dessen eigenem Garten, um sich so auf heimtückische Art für die – angeblich – ungerechte Behandlung durch seinen Chef zu rächen. Die restlichen vier Fässer vergrub Finkenaas dagegen im Brachland hinter dem Stadion der TURNERSCHAFT STARK-WADE von 1912 und teilte dies Leopold Kneck auch mit, der sich darüber eine Notiz machte, die sein Sohn Jahre nach seinem Tod fand.

Während Finkenaas die fünf Giftfässer auf seinem eigenen Grundstück vergrub, unternahm Leopold Rasmus Kneck mit Frau und Sohn eine letzte Urlaubsreise nach Italien, in der Hoffnung, die Sonne dort würde seiner angegriffenen Gesundheit guttun. Tatsächlich bekam dem Chemiefabrikanten, der vermutlich auch unter Beschwerden in Folge seiner alten Kriegsverletzungen litt, diese Reise nicht besonders gut, und wenig später verstarb er an einer Fischvergiftung.

Er hinterließ seiner Frau Adelheid die Kneck-Villa mit ihrer kostbaren Einrichtung, ein großes Barvermögen und die Chemiefabrik, die – da sein nichtsnutziger Sohn die Mühe und Verantwortung der Leitung eines Industriebetriebs scheute und künftig lieber ohne Beruf als "Privatmann" (sprich: reicher Nichtstuer) leben wollte – von seiner Witwe an die Konkurrenz verkauft wurde. Davon, dass unter seinem eigenen Garten Giftfässer vergraben waren, hat er nie etwas erfahren.


AuftretenBearbeiten