FANDOM


Disambig Dieser Artikel behandelt Die Gift-Party als Buch. Für das gleichnamige Hörspiel, siehe Die Gift-Party (Hörspiel).



Die Gift-Party ist der siebte [1] Band der Taschenbuch-Reihe von TKKG. Er wurde von Stefan Wolf geschrieben und zum ersten Mal 1985 bei Pelikan veröffentlicht. In dem Buch geht es um einen - non-lethalen - Giftanschlag auf die Teilnehmer eines Altschüler-Treffens der Internatsschule.

Laut Buchrückseite ist das Buch für Jungen und Mädchen ab 9 Jahren geeignet, und kostete seiner Zeit 5,80 DM.

KlappentextBearbeiten

In der Internatsschule ist was los: Zum 100. Altschülertreffen kommen Gäste aus aller Welt. Alte Freunde, die hier vor 30 oder gar 50 Jahren die Schulbank gedrückt haben, treffen sich wieder. Aber auch alte Feindschaften scheinen aufs Neue aufzuleben. Nach einer großen Party kommt es plötzlich zu einer Massenvergiftung, und viele der ehemaligen Schüler müssen ins Krankenhaus gebracht werden. Ein schlimmer Scherz? Oder der nicht ganz gelungene Anschlag eines Giftmörders? Wieder mal beweisen die vier TKKG-Freunde, daß sie erfolgreiche Detektive sind.

InhaltsverzeichnisBearbeiten

  1. Fest-Programm
  2. Stielke, der Totengräber
  3. Verdächtige Spuren
  4. Wer ist der Nasen-Typ?
  5. Nie wieder Kohlsuppe
  6. Streichelei und Judo-Griffe
  7. Ein trauriger Rekord
  8. Schnapsflaschen
  9. Indianerspiel vor 60 Jahren
  10. Der Stiftzahn
  11. Nur die Creme kommt
  12. Tiefschürfende Tätigkeit
  13. Legenden vom ADLERNEST
  14. Der Inhalt des Koffers

InhaltBearbeiten

Ein - sichtlich verwirrter - Dr. Frieder Gutbrot sucht Tim - und Klösschen - im Adlernest in der Internatsschule auf. Der Altphilologe soll das Altschülertreffen organisieren [2], womit er ziemlich überfordert ist. Er beauftragt Tim und Willi, auf das Grab von Edmund Raismeyer, dem Gründer der Altschüler-Vereinigung auf dem Friedhof der TKKG-Stadt in Augenschein zu nehmen, ob dieses auch gut gepflegt sei, da vermutlich etliche der anreisenden Altschüler es besuchen wollen. - Falls es sich in schlechtem Zustand befindet, müsse der Schulgärtner es in Ordnung bringen. Tim verspricht ihm, sich der Sache anzunehmen, und sucht mit Klösschen den Friedhof auf. Dort sollen der Totengräber Paul Stielke und dessen Kollege Metsch just gerade dieses Grab abräumen, da das Nutzungsrecht abgelaufen ist. Stielke der die Grabplatte bewegt, entdeckt einen darunter versteckten metallischen Flugkoffer, der mit Banknoten gefüllt ist, und unterschlägt diesen prompt. Als Tim und Klösschen eintreffen, können sie die Zerstörung des Grabes gerade noch verhindern, und weisen darauf hin, daß die Altschüler-Vereinigung für die Kosten für Wiederherrichtung und Verlängerung des Nutzungsrechts aufkommen werden. Die beiden Totengräber machen Feierabend, und Stielke macht sich mit dem gefundenen Koffer auf den Heimweg, wodurch er Tim und Klösschens Verdacht erregt. Die beiden treffen sich am Friedhof mit Gaby und Karl, und überprüfen das Grab, wo sie tatsächlich Spuren finden, die darauf hindeuten, daß der Koffer dort versteckt war. Anschließend erscheint ein fremder, gut gekleideter Mann auf dem Friedhof, den TKKG wegen seines Aussehens spontan "Nasentyp" tauft, und der offensichtlich auch das Grab überprüft, und feststellt, daß dort kein Koffer mehr liegt. Da sie - korrekter Weise - annehmen, der Koffer könnte Diebesgut enthalten, und Stielke würde sich mit der Fundunterschlagung selbst in Gefahr bringen, wollen sie mit dem Totengräber Kontakt aufnehmen, um ihm "ins Gewissen zu reden". Stielke hat inzwischen seine Beute nach Hause gebracht, wo er sein Glück mit etlichen Gläsern Schnaps feiert, seiner Frau Alma von dem Fund berichtet, und ihr ein erstes Bündel der Banknoten aushändigt. - Als TKKG ihn anruft, leugnet er die Existenz des Koffers.

Peter Luckner - der beim Altschüler-Treffen eine prominente Rolle als Gastgeber einer Party im gemieteten Grafen-Schlösschen übernimmt - ist derweil beim Imobilienmakler Erich Raffge, um ein Haus in der TKKG-Stadt zu erwerben. Zufällig bietet ihm dieser die Villa des verkrachten und bankrotten Pharma-Fabrikanten Karl-Otto Petzolt an, den Luckner seit der gemeinsamen Kindheit hasst, wo ihm Petzolt bei einem Indianerspiel (wohl versehentlich) ein Auge ausgeschlagen hatte. Luckner kauft die Villa sofort, fest entschlossen, seinem Feind damit einen besonders harten Schlag zu versetzen. - Er besteht darauf, daß der Makler Petzolt nicht von der Identität des Käufers informiert, was die Sekretärin Raffges, Marlies Mehmel, misstrauisch macht.

Anschließend ruft Luckner von seinem Hotel aus Petzold an, um seinen Triumph auszukosten, in dem er ihn wissen lässt, daß er aus der Fabrikantenvilla billige Mietwohnungen für türkische Gastarbeiter - die Petzold Zeit seines Lebens verachtet hat - machen werde. Außerdem läd er Petzold zur Party ins Grafen-Schlösschen ein, wohl wissend, daß der die Einladung mit Sicherheit nicht annehmen wird. - Anschließend stellt er jedoch fest, daß die Rache ihn nicht wirklich befriedigt, und erkennt, daß die jahrzehnte gepflegte Feindschaft ein trauriger Rekord wäre.

Tim, Klösschen, Karl und Gaby suchen - nach dem sie fernmündlich bei Stielke nichts erreicht haben - Kommissar Glockner im Polizeipräsidium auf, um den "Nasentyp" zu identifizieren, den Gabi von einem Polizeifoto wiederzuerkennen glaubt. Tatsächlich ist dieser ein einschlägig bekannter Berufsverbrecher namens Hanspeter Jarutzki. Kommissar Glockner und die vier fahren daraufhin zu Stielke, der sie jedoch anlügt, und behauptet, er hätte den in dem Grab versteckten Koffer als Schnapsflaschen-Depot genutzt.

Marlies Mehmel sucht inzwischen ihrerseits Petzold auf, um ihm (unter Bruch des Vertrauens gegenüber ihrem Arbeitgeber und dessen Kunden) von dem merkwürdigen Käufer seiner Villa zu berichten. Petzold der ja bereits weiß, daß Luckner die Villa erworben hat, erzählt ihr eine stark verzerrte und überzeichnete Version seiner Lebensgeschichte, in der er Luckner und dessen Rachsucht für alle Misserfolge seines Lebens verantwortlich macht. Als ihn Marlies Mehmel verlässt, empfängt er Paul Stielke, und erteilt diesem einen kriminellen Auftrag: Stielke soll sich als Teil des Leihpersonals bei der Party von Luckner im Grafen-Schlösschen einschleichen, und dort das kalte Buffet und die Bowle mit einem non-lethalen Gift versetzen, und so die Feier ruinieren. Stielke übernimmt den illegalen Job.

Derweil überfällt Hanspeter Jarutzki zusammen mit seinem Komplizen, dem Hippietyp Leopold Ufze Tim und Willi, weil er von diesen zu erfahren hofft, wo der Koffer geblieben ist. Dank Tims Judo-Künsten büßt er jedoch einen Stiftzahn ein. Er und Ufze entkommen, und werden wegen des bewaffneten Überfalls (Ufze hatte eine Pistole, Jarutzki einen Totschläger) zur Fahndung ausgeschrieben. In den folgenden Tagen beschatten Tim, Karl, Willi und Gabi erfolglos Herrn und Frau Stielke. - Am Wochenende, wo das Altschüler-Treffen stattfindet, übernehmen sie im Auftrag von Dr. Frieder Gutbrot die Funktion von Fremdenführern in der Internatsschule, die die ehemaligen und deren Familie durch das Internat (und auch ins Adlernest) führen. Zur Belohnung dürfen alle vier zur Party, die Luckner im Grafen-Schlösschen gibt. Während Willi und Karl schon dort sind, wird Gaby auf dem Weg dort hin von den Ganoven Jarutzki und Ufze in ihre Gewalt gebracht, die aus ihr herauspressen wollen, was mit dem Koffer ist. Tim befreit seine Freundin, überwältigt die beiden Kriminellen und übergibt sie Kommissar Glockner und dessen Kollegen. Anschließend lassen er und Gabi sich vom Lehrer Gutbrot in dessen Auto zum Grafen-Schlösschen fahren, wo die Gift-Party inzwischen zum Desaster geworden ist, und die Gäste reihenweise umgekippt sind und ins Krankenhaus gebracht wurden. Zu den Opfern zählen auch Klösschen und Karl. Die beiden entdecken Stielke, den sie zusammen mit dem Lehrer in dessen Auto zu Petzold verfolgen, wo Stielke den Giftanschlag - ungewollt - zugibt. Petzold, der schlecht leugnen kann, daß er den Totengräber angestiftet hat, erklärt die Hintergründe. In der Folge werden Täter und Auftraggeber des - tatsächlich vergleichsweise harmlosen - Anschlags verhaftet. - Stielkes Frau wird derweil von Kommissar Helming ebenfalls festgenommen, da sie mit Banknoten aus dem unterschlagenen Koffer einen Pelzmantel gekauft hat, ohne zu wissen, daß die Scheine Falschgeld von einer bereits im Vorjahr verhafteten Fälscherbande waren. - Das Altschüler-Treffen ist nach der Gift-Party vorzeitig beendet, und die Ganoven (Jarutzki, Ufze, das Ehepaar Stielke und der Ex-Fabrikant Petzold) müssen sich anschließend für ihre Missetaten vor Gericht verantworten. Klösschen äußert - als er und Karl wieder aus dem Krankenhaus heraus sind - verständlicher Weise, daß er bis auf Weiteres von Altschüler-Treffen gründlich die Nase voll habe.

CharaktereBearbeiten

Auftretende CharaktereBearbeiten

Peter „Tim“ CarstenWilli Sauerlich (Klößchen)Karl ViersteinGaby GlocknerDr. Frieder GutbrotPaul StielkeMetsch • zwei alte Damen (Friedhofsbesucherinnen) • Busfahrer • Hanspeter Jarutzki (Nasentyp) • Alma StielkePeter LucknerErich RaffgeMarlies MehmelKarl-Otto PetzoltKommissar GlocknerLeopold Ufze (Hippietyp) • diverse Altschüler inkl. deren Frauen und Kinder • Herr Wiegand (Altschüler) • Kollegen von Kommissar Glockner • Kommissar Helming

Erwähnte CharaktereBearbeiten

Sascha BruntzEdmund Raismeyer • Internatsgärtner • Friedhofsverwalter • Oskar • Alma Stielkes 7 kriminelle Geschwister • Dieter Voecke • dessen Komplieze (Marokkaner) • Simone • Petra, Ursel und Beatrix (Freundinnen von Marlies Mehmel) • Frau GlocknerVolker WiegandNicole Wiegand • vor über einem Jahr inhaftierte Mitglieder einer Fälscherbande • Verkäufer im Pelzgeschäft

ThemenBearbeiten

FundunterschlagungGiftanschlagFalschgeld

Andere AusgabenBearbeiten

AnmerkungenBearbeiten

  1. Auf dem Buchrücken steht die Nummer TB 28 - dies bezieht sich jedoch auf die Gesamtzahl der Romane der Taschenbuchreihe "Treffpunkt Abenteuer" die bis dahin im Pelikan Verlag erschienen war, und von der nur 7 TKKG-Titel waren (die anderen entstammen den Serien "Anja", "Detektiv Kim" sowie "ZM - Streng geheim")
  2. Es ist vom "100sten Altschülertreffen" die Rede, was jedoch nicht stimmen kann, da die Internatsschule 100 Jahre alt ist bzw. wird.

WeblinksBearbeiten

Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA , sofern nicht anders angegeben.