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KINDERZEITUNG CHECKY! (31.10.2020 - ??:?? Uhr, WR Westfählische Rundschau-Homepage)

Dein Rätselkrimi von TKKG Junior: „Das doppelte Skelett“
Von Kirsten Vogel

Jede Woche findest du in der Kinderzeitung CHECKY! Fortsetzungskrimis von TKKG Junior. Lies hier alle Teile von „Das doppelte Skelett“!

Dein Rätselkrimi: „Das doppelte Skelett“

„Wir sollten unsere ‚Süßes sonst gibt’s Saures‘-Tour ins Villenviertel verlegen!“, posaunte Klößchen, der als Skelett verkleidet war, seinen Freunden auf dem Schulhof entgegen. Alle hatten sich ihre Halloween-Verkleidungen anzogen. „Mein Vater hat eine neue Fuhre Schoko-Spinnen hergestellt.“
„Kann ich mal wieder bei euch vorbeikommen?“, fragte Mika aus der Parallelklasse. „Klar, wenn du nicht wieder meine Schoko-Taler aufisst.“ Klößchen stockte, als er Mika sah. „Du bist ja noch gar nicht verkleidet.“ „Ich wollte mich noch inspirieren lassen“, nuschelte der Schüler aus der Parallelklasse und vertiefte sich in sein Handy. Gaby zeigte auf Klößchens Brust. Darauf klebte ein Herz. „Ist das süß!“ „Skelette sind für Vampire leider äußerst uninteressant“, erklärte Karl. „Wartet mal ab, bis ihr das Zombie-Spiel auf unserer neuen Spielkonsole gezockt habt“, warf Klößchen ein. „Da werden Skelette gejagt. Ich darf manchmal am Wochenende spielen, wenn ich mit den Hausaufgaben fertig bin.“ Gaby flatterte mit den Ärmeln ihres Vampirumhangs. „Dann nichts wie los, aber ich möchte vorher noch Oskar holen.“
Als die Freunde mit ihren Rädern und Oskar im Fahrradkorb im Villenviertel ankamen, hatte Klößchen einen Plan: „Wir teilen uns auf. Ich klingele bei unseren Nachbarn. Und ihr geht zu mir nach Hause“, er zeigte auf eine Horde Kinder in Verkleidungen, „ehe die anderen die ganzen Schoko-Spinnen absahnen.“
„Warum kommst du denn nicht mit?“, wollte Gaby wissen. Klößchen räusperte sich. „Ich habe schon einige Spinnen gegessen. Meine Mutter]] möchte den Rest an andere Kinder verteilen. Ihr sollt auch in den Genuss kommen!“ Er machte sich auf den Weg zum Nachbargrundstück.
Gaby drückte auf die Klingel und prompt öffnete sich die Tür. „Süßes, sonst gibt’s Saures!“, rief sie Frau Sauerlich entgegen. „Hallo, ihr drei, und…“ , Klößchens Mutter spähte auf den Boden, wo Oskar, verkleidet mit einem Spinnenumhang, mit einem seiner Spinnenbeine spielte. „…Hallo Spinnentier. Kommt rein, Willi ist schon zu Hause.“ „Klößchen ist hier?“, fragte Karl verwirrt. „Ja, ausnahmsweise.“ Die Freunde wechselten ungläubige Blicke.

Wie kann es sein, dass Klößchen schon zu Hause ist?

„Wir kommen gern rein“, sagte Tim mit Blick zu seinen Freunden. „Ja, Klößchen haben wir in seinem Zimmer schon lange nicht mehr besucht“, stammelte Karl. „Außerdem haben wir auch schon genug Süßigkeiten gesammelt“, fügte Gaby hinzu. Frau Sauerlich griff in einen Korb, der neben der Tür stand und ließ eine Ladung Schoko-Spinnen in Gabys Beutel fallen.
Karl hielt seinen Beutel auf. „Danke.“
„Und was willst du, Spinnen-Hund?“ Frau Sauerlich lächelte angestrengt. Oskar wedelte mit dem Schwanz. „Ach, Oskar bekommt gleich noch ein paar Leckerlis, danke“, sagte Gaby schnell.
Sie schloss die Tür hinter sich doch schon klingelte es wieder. Kinderstimmen waren zu hören. „Da kommen schon die nächsten Vampire, die es auf Ihre Spinnen abgesehen haben, Frau Sauerlich“, sagte Tim und lief zur Treppe. Während Frau Sauerlich erneut die Tür öffnete, schlichen die Freunde nach oben.
„Wie kann das sein, dass Klößchen schon da ist?“, flüsterte Tim. „Das kann gar nicht sein“, wisperte Karl. „Es ist praktisch unmöglich. Es sei denn, er hat gestern Nacht heimlich einen Teleporter in der Garage gebaut, mit dem er sich vor uns nach Hause gebeamt hat.“ Gaby musste lachen. „Das wäre doch eher dein Job, Karl.“
„Vielleicht ist Frau Sauerlich etwas verwirrt, weil sie heute Abend schon zu viele Geister gesehen hat?“ Tim drückte die Türklinke von Klößchens Zimmertür nach unten und lugte ins Zimmer. Perplex drehte er sich zu seinen Freunden. „Was ist?“, wollte Karl wissen. „Da ist tatsächlich jemand drin, der genauso aussieht wie Klößchen in seinem Skelett-Kostüm.“ Tim rieb sich die Augen. Gaby spähte an ihm vorbei. „Ein Skelett mit Klößchens Kopfhörern auf den Ohren spielt ein Videospiel“, erklärte sie Karl, der hinter ihr stand. „Es hört uns nicht und ist ganz vertieft ins Spiel.“ „Wie kann das sein?“, grübelte Karl. „Wir sind gerade in unterschiedliche Richtungen gegangen. Er hat sich Richtung Nachbarsgrundstück entfernt, wir sind auf die Villa zugegangen.“
„Hat er ein Herz auf der Brust?“, fragte Tim. „Kann man nicht sehen“, erklärte Gaby. „Ich sehe nur seinen Rücken.“ „Hey, Skelett!“, rief Tim, aber die Person hörte ihn nicht, sondern wühlte aus einer Schublade einen Schokoriegel hervor.

Ist das Skelett also doch der schokoladenliebende Klößchen?

Das Skelett packte den Schokoriegel aus und biss einen großen Happen ab.
„Könnte doch Klößchen sein“, überlegte Gaby. Karl schob seine Brille weiter auf die Nase und schüttelte den Kopf. „Das ist nicht Klößchen.“ Die Gestalt wickelte jetzt den angebissenen Riegel wieder ein und legte ihn zurück. „Stimmt. Das ist nicht Klößchen“, war Gaby sich jetzt auch sicher.
„Unser Klößchen würde niemals einen angebissenen Schokoriegel zur Seite legen“, bestätigte Tim. Die als Skelett verkleidete Gestalt begann, erneut in der Schreibtisch-Schublade zu wühlen.
Unten klingelte es wieder an der Tür.  „Ach, hallo, Herr Kommissar Glockner“, flötete Frau Sauerlich. „Was macht dein Vater hier?“, fragte Tim Gaby irritiert. „Ich bin in zivil hier“, hörten die drei Herrn Glockner antworten. „Na ja, so halb in zivil.“ „Herrmann“, rief Frau Sauerlich. „Kommst du mal? Kommissar Glockner möchte uns sprechen.“ „Ach, hallo Herr Kommissar“, war nun auch die Stimme von Klößchens Vater zu hören. Tim, Karl und Gaby setzten sich auf die oberste Treppenstufe und lauschten. Gaby hielt den Zeigefinger vor den Mund, damit Oskar wusste, dass gerade Bell-Verbot herrschte.
„Angeblich hat ein Junge, der als Skelett mit Herz verkleidet ist, vor einer halben Stunde einigen Kindern Süßigkeiten gestohlen“, begann Herr Glockner. „Gaby hat mir vorhin ein Bild geschickt und die Beschreibung passt exakt auf Klößchen. Eigentlich ist das nicht unbedingt ein Fall für die Polizei, aber weil Klößchen Gabys Freund ist, wollte ich doch mal nachfragen.“
„Das glaube ich nicht“, sagte Frau Sauerlich entschieden. „Klößchen liebt zwar Süßigkeiten, aber er würde niemals andere Kinder bestehlen. Außerdem bekommt er zu Hause genug.“
Tim, Karl und Gaby sahen sich besorgt an. „Da wird Klößchen zu Unrecht beschuldigt, und der Übeltäter sitzt auch noch in seinem Zimmer“, ereiferte sich Tim. Oskar kläffte.
„Wir stellen das doppelte Skelett zur Rede.“ Tim marschierte entschlossen in Klößchens Zimmer und erschrak. „Das Skelett ist weg!“ „Die neue Spielkonsole auch“, stellte Gaby alarmiert fest.

Können Tim, Karl und Gaby beweisen, dass Klößchen unschuldig ist?

Gaby zeigte zu Klößchens Fenster. Es war geöffnet, der Vorhang flatterte im Wind. Eine Strickleiter war an der Heizung festgebunden. „Den lassen wir nicht entkommen.“ Tim rannte die Treppe herunter. Gaby und Oskar liefen hinterher. Sie stürmten an den Sauerlichs und Herrn Glockner vorbei in den Garten, wo ihnen ein Skelett mit Herz entgegenkam. Oskar wedelte mit dem Schwanz und sprang freudig an ihm hoch. „Klößchen!“, rief Gaby. „Gut, dass du kommst.“
„Deine Spielkonsole wurde geklaut. Und Süßigkeiten von anderen Kindern. Der Dieb ist als Skelett mit Herz verkleidet“, erklärte Tim dem verdutzten Klößchen. „Wie du.“ Oskar wetzte zur Gartenhecke und kläffte. In die Zweige und Blätter kam Bewegung.
TKKG näherten sich der Hecke. Der Dieb wollte fliehen, aber die Freunde hielten ihn fest.
Im selben Moment kam Karl mit den Sauerlichs und Kommissar Glockner dazu.
Der Kommissar zog dem Skelett die Mütze vom Kopf. Zum Vorschein kam Mika aus der Parallelklasse.

„Das gibt’s doch nicht!“, rief Gaby. „Du hast dich genauso verkleidet wie Klößchen.“
Mika blickte auf den Boden. „Ja, als ihr Oskar abgeholt habt.“ „Das hast du in Klößchens Zimmer vergessen.“ Karl hielt ein Handy hoch und spielte eine Tonaufnahme ab. Klößchens Stimme war zu hören. „Hausaufgaben fertig. Darf ich spielen?“ Klößchen runzelte die Stirn. „Das klingt nach mir, aber so hab ich das doch gar nicht gesagt.“ „Er hat unser Gespräch mitgeschnitten und die Sprachfetzen neu zusammengesetzt“, erklärte Karl. „Und weil er verkleidet war, konnte deine Mutter auch nicht sehen, dass er gar nichts sagt, sondern nur die Aufnahme abspielt.“ „Ich muss von dem Ansturm der Kinder so abgelenkt gewesen sein, dass ich das nicht gemerkt habe“, erklärte Frau Sauerlich. „Tut mir leid, Willi.“
Klößchen riss Mika das angeklebte Herz ab. „Gib mir die Konsole zurück.“ Mika zog das Gerät aus seinem Rucksack, der bis oben mit Süßigkeiten gefüllt war. „Ich bring dich jetzt nach Hause zu deinen Eltern“, erklärte der Kommissar. Klößchen gab Herrn Glockner seine Süßigkeiten-Ausbeute. „Das können Sie an die bestohlenen Kinder verteilen.“ Er drehte sich zu Oskar. „Und für dich habe ich beim Nachbar mit der Dogge Leckerlis besorgt.“
„Es gibt nur ein Skelett mit Herz“, freute sich Gaby. „Zur Belohnung gibt’s jetzt Kakao mit einer doppelten Portion Sahne“, verkündete Herr Sauerlich. Klößchen zeigte auf seine aufgeklebten Rippen. „Ich hab auch echt großen Hunger, bin schon ganz abgemagert.“ Seine Freunde prusteten los.

Weiterführende Informationen

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Du willst noch mehr über die spannenden Abenteuer von Tim, Karl, Klößchen und Gaby erfahren? TKKG Junior Fälle gibt es auch als Hörspiel – im Streaming, als Download und CD. Von Kirsten Vogel

Quelle

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